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Die Hauptkirche von Bologna dominiert di Piazza Maggiore. In ihren gigantischen Ausmaßen von 132 m Länge, 60 m Breite und 45 m Höhe ist sie die fünftgrößte Kirche der Welt.
Wie die meisten Bauten Bolognas wurde auch die Basilika San Petronio aus Backsteinziegeln errichtet. Der untere Bereich der Fassade wurde anschließend mit Marmor verziert, während der obere Teil bis heute unvollendet blieb.
Das Besondere im Gegensatz zu den meisten anderen Kirchen ist, dass Kirchen normalerweise von der Diözese finanziert und gebaut werden, die Kirche San Petronio wurde jedoch von der Bevölkerung gewollt und mit öffentlichen Geldern errichtet.
Die Basilika San Petronio im gotischen Baustil ist dem Schutzpatron und Bischof von Bologna San Petronio im 5. Jahrhundert gewidmet.
Der Bau begann 1390 unter dem Baumeister Antonio Di Vincenzo. Zuerst entstand die Fassade, um die Präsenz der Kirche zu zeigen. Die einzelnen Kappellen entstanden verschiedenen Zeiträumen zwischen 1390 und 1659.
Sie war in ihren Maßen größer als der Petersdom geplant, die imponente Innenhöhe von 45 Metern und die Breite von 60 Metern belegen das Vorhaben. Die Kirche in Rom verhinderte dies und so wurde die Basilika San Petronio auf ein Schiff (anstatt 3) reduziert und Stück für Stück in die Tiefe gebaut.
Die Gesamtlänge der Kirche beträgt 132 m und von außen ist das plötzliche Bauende sichtbar.
In der Kirche befindet sich ein in den Fußboden eingelassener Meridian von 66,8 m Länge, ein Werk von Giandomenico Cassini nach dem Projekt des Astronomen Giovanni Domenico Cassini.
Durch ein Loch im Kirchendach gelangt der Mittagssonnenstrahl in die Kirche und zeigt Monat, Tag, Sternzeichen und die Zeit von und bis zur Tag-und-Nacht-Gleiche.
Noch heute ist der 1655 in den Kirchenboden eingelassenen Meridian der längste der Welt.
Bedeutend ist die vierte Kappelle auf der linken Seite und Anlass für die ständige Bewachung der Kirche. Die Kappelle Bolognini wurde am Anfang des 14. Jh. dekoriert. Die Fresken von Giovanni da Modena zeigen auf der rechten Wand die Reise der Heiligen drei Könige.
Die linke Wand ist nach Dantes Werk dekoriert: Der obere Teil zeigt das Paradies, Platz der Heiligen mit der Krönung der Madonna und Christus in einer göttlichen Form.
Im unteren Teil ist die Hölle dargestellt: Der Erzengel Michael und das Inferno mit Höllenspektakel und der gigantischen Figur von Luzifer und dem liegenden Mohammed.
Die Kirche beherbergt die Kleider von Elisa Bonaparte, der Schwester Napoleons.
Im Glockenturm ist ein Konzert aus vier Glocken aus dem 15. Jh. installiert.